Unitymedia Newsroom

Top-Meldungen

pressemitteilungen | | 08:00 Uhr

Pakete mit superschnellem Internet treiben Unitymedias Wachstum – 400 Mbit/s im Massenmarkt etabliert

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia ist mit einem starken ersten Quartal ins Geschäftsjahr 2017 gestartet. Das Tochterunternehmen von Liberty Global, dem größten internationalen TV- und Breitband-Unternehmen, steigerte seinen Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2016 um sechs Prozent auf 591 Millionen Euro. Im Geschäftskundensegment verbesserte Unitymedia seinen Umsatz deutlich um 44 Prozent und gewann im Vergleich zum Vorjahr 50% mehr Abonnenten (…)

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pressemitteilungen | | 14:00 Uhr

Unitymedia und Stadt Bochum bauen erste Gigabit-City Deutschlands

Die Stadt Bochum wird die erste Großstadt Deutschlands, in der nahezu flächendeckend Internet mit Gigabitgeschwindigkeit verfügbar ist. Dafür sorgt eine Kooperation zwischen dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia, der Stadt Bochum und den Stadtwerken Bochum, die heute im Beisein von Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf der Cebit in Hannover bekannt gegeben wird. In einer Absichtserklärung vereinbaren die Partner (…)

Die Stadt Bochum wird die erste Großstadt Deutschlands, in der nahezu flächendeckend Internet mit Gigabitgeschwindigkeit verfügbar ist. Dafür sorgt eine (...)

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pressemitteilungen | | 08:56 Uhr

Neue Breitbandtarife: Unitymedia macht HighSpeed-Internet mit bis zu 400 MBit/s für alle erschwinglich

Rasend schnelles Internet mit bis zu 400 Mbit/s zu einem für alle erschwinglichen und einheitlichen Preis über volle 24 Monate? Das gibt es ab sofort im Was-das-geht-Land von Unitymedia für mehr als zehn Millionen Haushalte mit Zugang zum glasfaserbasierten Kabelnetz. Mit dem vereinfachten Tarifportfolio setzt der Kölner Highspeed-Spezialist zu Beginn des Jahres ein erstes dickes (…)

Rasend schnelles Internet mit bis zu 400 Mbit/s zu einem für alle erschwinglichen und einheitlichen Preis über volle 24 Monate? Das gibt es ab sofort im (...)

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pressemitteilungen | | 08:55 Uhr

Willkommen im „Was? Das geht? Land“: Unitymedia betont sein Selbstverständnis in neuer Kampagne

Unitymedia ist anders. Denn „wenn alle mau, muss einer Wow!“ Was? Das geht? Ja, bei Deutschlands führendem Kabelnetzbetreiber geht das. Unitymedia setzt auch in seiner neuen Kampagne das Besondere für den Kunden in Szene. Die von TBWA\ entwickelte Kampagne knüpft an die im November gestartete Sales-Kampagne „Wenn schon gaga, denn schon gaga!“ an. Auch im (…)

Unitymedia ist anders. Denn „wenn alle mau, muss einer Wow!“ Was? Das geht? Ja, bei Deutschlands führendem Kabelnetzbetreiber geht das. Unitymedia setzt (...)

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pressemitteilungen | | 09:20 Uhr

WLAN-Power im Revier: VfL Bochum 1848 und Unitymedia Business statten das Vonovia Ruhrstadion mit WLAN aus

Über einen komfortablen und schnellen Internet-Zugang über WLAN dürfen sich bald die Fußballfans auf der Haupttribüne des Vonovia Ruhrstadions freuen. Fans und Besucher können so vor Ort mitfiebern, ihre Erlebnisse in den sozialen Medien mit Freunden teilen, sich Live-Tabellen ansehen oder andere Informationen aus dem Internet abrufen. Voraussichtlich ab März ist das kostenfreie Angebot für (…)

Über einen komfortablen und schnellen Internet-Zugang über WLAN dürfen sich bald die Fußballfans auf der Haupttribüne des Vonovia Ruhrstadions freuen. (...)

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pressemitteilungen | | 14:09 Uhr

Glasfaser für Lauchringen: Unitymedia bringt Haushalte ans Highspeed-Netz

Surfen nur auf niedrigem DSL-Niveau? Das ist in Lauchringen Geschichte. Denn die Gemeinde und ihre Bürger setzen zukünftig auf das glasfaserbasierte Kabelnetz von Unitymedia. In Lauchringen verlegt der führende Kabelnetzbetreiber in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen in rund 400 Haushalten direkt Glasfaser ins Haus und schafft den Zugang zu einem der leistungsfähigsten Breitbandnetze via Kabel in (…)

Surfen nur auf niedrigem DSL-Niveau? Das ist in Lauchringen Geschichte. Denn die Gemeinde und ihre Bürger setzen zukünftig auf das glasfaserbasierte (...)

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Das Kabelnetz - Leistungsstarke und zukunftssichere Infrastruktur

Wie viel Bandbreite darf es denn sein? Ein blitzschneller Kabelanschluss, DSL von 1.000 bis 16.000 KBit/s, LTE-Mobilfunk für zu Hause oder doch lieber VDSL? Die Qual der Wahl ist bei den verschiedenen Breitbandanschlüssen groß. Kommen die schnellsten VDSL-Zugänge auf rund 100 Mbit/s, schaffen Kabelzugänge schon heute das Doppelte. Doch aus den aktuellen Netzen lässt sich noch viel herausholen. Deshalb tüfteln Anbieter und Entwickler stets an neuen Technologien und Verbesserungen, um Streaming, Download und Co. noch schneller zu machen.

Die bekanntesten Verfahren für breitbandige Zugangstechnik sind ADSL und VDSL (manchmal als „xDSL“ bezeichnet), Breitband-Internet der Kabel-TV-Anbieter nach DOCSIS-Standard, FTTx (Glasfaser) sowie kabellose Lösungen via Mobilfunk oder Satellit.

Die aktuellen Zahlen: Laut dem DSLWEB Breitbandreport für das zweite Quartal 2015 surften zum 30. Juni 2015 rund 21,7 Millionen Teilnehmer über xDSL-Anschlüsse und 5,7 Millionen Teilnehmer per Breitbandkabel. Dabei konnten die Kabelnetzbetreiber im Vergleich zu den vorherigen Quartalen jedoch deutlich größere Wachstumsraten vorlegen als die DSL-Anbieter.

Mit Hilfe höherer Bandbreiten und günstigerer Preise wollen die Kabelnetzbetreiber ihre Marktposition weiter ausbauen. Die DSL-Provider halten mit der VDSL Vectoring-Technologie dagegen.

Privatanwender und Firmen fordern immer mehr Bandbreite

Kabelgebundene Infrastrukturen: Das Kabelnetz liefert die höchste Bandbreite.

Kabelgebundene Infrastrukturen: Das Kabelnetz liefert die höchste Bandbreite.

Einheitlich sind die Wünsche der Kunden: Privatanwender streamen millionenfach Videofilme und laden Musikdateien herunter. Aber auch bei Geschäftskunden steigt der Bedarf an hoher Bandbreite. Hier sind die Gründe unter anderem eine verstärkte Nutzung von IP-Telefonie, Videokonferenzen und Cloud Computing. „Vor allem die Business-Kunden fordern verstärkt schnelleres und verlässliches Internet, denn dieses ist heutzutage ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens“, berichtet Heribert Clemens Senior Vice President B2B bei Unitymedia.

Um von den Vorzügen der neuen Medien- und Kommunikationswelt profitieren zu können, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und im internationalen Vergleich nicht ins Hintertreffen zu geraten, ist schnelles, verlässliches Internet Pflicht. Das Problem: Laut „Akamai State of the Internet Report“ liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit von Internetzugängen in Deutschland heute nur bei rund 8,8 Mbit/s. In Großbritannien sind es 10,9 Mbit/s, in Schweden gar 14,6 Mbit/s.

Deutliche Unterschiede gibt es zudem in Sachen bei der tatsächlich erreichten Download-Geschwindigkeit. So hat die Europäische Kommission in einer Studie zu den Breitbanddiensten in Europa festgestellt, dass Anwender oft nicht die Download-Geschwindigkeiten erhalten, für die sie bezahlen. Im Durchschnitt stehen ihnen nur 74 Prozent der versprochenen Geschwindigkeit zur Verfügung. Am besten schneiden hier die Kabelanschlüsse ab: Sie bieten laut EU 91,4 Prozent der maximalen Bandbreite. Im Glasfasernetz (FTTx) sind es bis zu 84,4 Prozent. Bei klassischen DSL-Anschlüssen erhalten Verbraucher lediglich 60,3 Prozent der vom ISP genannten maximalen Bandbreite.

Sowohl bei den versprochenen als auch bei den tatsächlich gelieferten Datenraten ist hierzulande also klar Luft nach oben.

VDSL-Vectoring, G.fast und Glasfaserausbau

Bei den DSL-Anbietern liegen die Hoffnungen auf der Vectoring-Technologie, die auf VDSL aufsetzt. Das Verfahren hat zum Ziel, die übertragene Datenrate zu steigern, indem es gegenseitiges Übersprechen im Uplink und im Downlink kompensiert. Dabei modifiziert der DSL-Kabelverzweiger („DSLAM“ – DSL Access Multiplexer) die Kanalkodierung für den Downlink so, dass der Datenstrom am kundenseitigen Kabelende möglichst geringe Störanteile von anderen Signalleitungen aufweist. Im Gegenzug übernimmt das VDSL-Modem die Kompensierung im Uplink von der Teilnehmerseite zum DSLAM. Die Deutsche Telekom kündigte 2012 an, in Deutschland auf Basis von Vectoring künftig Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream und bis zu 40 Mbit/s im Upstream anbieten zu wollen – in etwa das Doppelte der bisherigen VDSL-Höchstgeschwindigkeit.

Das Verfahren setzt allerdings voraus, dass ein Anbieter Zugriff auf alle Kupferleitungen innerhalb eines Kabelbaums hat. Die Bundesnetzagentur hat daher verfügt, dass der dominierende Anbieter Telekom seinen Wettbewerbern unter bestimmten Bedingungen den direkten Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung verweigern kann, um dort Vectoring einzusetzen.

Mit „G.fast“ steht ein weiterer Technologiesprung für die Kupferdoppelader in den Startlöchern. Das Verfahren kann als Nachfolger von VDSL verstanden werden und nutzt die konventionellen Telefonleitungen durch verbesserte Modulation nicht effizienter aus. In der Theorie sollen sich so Datenraten bis zu 1 Gigabit/s erreichen lassen. Da G.fast sehr empfindlich gegen Übersprechen benachbarter Kupferadern ist, ist Vectoring jedoch eine zwingende Voraussetzung für dieses Übertragungsverfahren. Zudem funktioniert es nur über sehr kurze Leitungslängen – das Limit liegt bei 250 Meter zwischen Kabelverzweiger und Kunden. In Deutschland hat die Deutsche Telekom G.fast in ersten Feldversuchen erprobt und dabei über kurze Leitungssegmente Geschwindigkeiten bis zu 500 Mbit/s erreicht.

Um die hohen Datenraten am DSLAM anliefern und von dort abführen zu können, müssen die DSL-Kabelverzweiger jedoch mit leistungsfähigen Glasfaserleitungen versorgt werden. Tatsächlich ist VDSL mit oder ohne Vectoring also ein Hybridnetz, das aus Lichtwellenleitern (Glasfaser) und Kupferleitungen besteht. In der Glasfaser-Terminologie handelt es sich um FTTC – Fiber to the Curb, also die Heranführung von Glasfaserleitungen bis zum Straßenrand (an dem dann der DSL Access Multiplexer aufgestellt wird). Auch der Breitband-Mobilfunkstandard basiert zu einem guten Teil auf Glasfasertechnologie, weil die Mobilfunk-Basisstationen ebenfalls mit dieser schnellen Technik an die Backbone-Infrastruktur angebunden werden.

Basis des Erfolges: das Kabel.

Basis des Erfolges: das Kabel.

Ein Ausbau des Glasfasernetzes bis in die Gebäude der Kunden (FTTH – Fiber to the Home oder FTTB – Fiber to the Building) kommt in Deutschland dagegen nur langsam voran. Spitzenreiter laut dem Breitbandatlas der Bundesregierung ist Bayern. Und selbst dort haben lediglich rund 9 Prozent Haushalte direkten Zugang zu FTTH oder FTTB. Die überwiegende Mehrheit solcher Anschlüsse ist ausschließlich in Innenstadtbereichen verfügbar. Die bislang etwa von der Deutschen Telekom vermarkteten Glasfaseranschlüsse erlauben Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s im Downlink und bis zu 100 Mbit/s im Uplink. Auch netCologne und m-net bieten regionale Glasfaser-Anschlüsse an. Größte Hürde für einen vermehrten Glasfaserausbau sind die enormen Kosten.

Ein weiterer Ansatz, den derzeit die Deutsche Telekom in ihrem Netz verfolgt, heißt „Hybrid-DSL“. Die Idee ist hier, zu langsame DSL-Leitungen durch eine Kombination mit dem Highspeed-Mobilfunk LTE zu beschleunigen. Ein spezielles Hybrid-Modem trennt den Datenverkehr und führt Spitzenlasten etwa bei schnellen Downloads über LTE, während die Grundlast über die DSL-Leitung läuft. In der Vermittlungsstelle werden die beiden Übertagungswege wieder zusammengesetzt. Diese Lösung erfordert jedoch einen sehr guten LTE-Ausbau in der Teilnehmerregion und ist für die Anbieter zudem vergleichsweise teuer, weil sie die knappen Mobilfunkressourcen zusätzlich belastet.

Breitbandkabel als Alternative: Der Status quo

Schon heute bieten die Kabelnetzbetreiber Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s und 20 Mbit/s im Upload. Das heutige Angebot basiert auf dem Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 (Data Over Cable Service Interface Specification) beziehungsweise dessen für Europa adaptierter Variante EuroDOCSIS. Diese Unterscheidung ist historisch bedingt: Weil das in Europa verwendete analoge TV-System PAL eine höhere Bandbreite erforderte als das amerikanische NTSC, werden Kabel-TV-Netze in Europa mit einer Kanalbandbreite 8 MHz Bandbreite betrieben, während Netze in den USA und Asien eine Bandbreite von 6 MHz pro Kanal aufweisen. Die Version 3.0 sowohl von DOCSIS als auch EuroDOCSIS wurde im August 2006 festgelegt. Durch Bündelung von vier klassischen TV-Kanälen für die Internet-Datenübertragung lassen sich mit EuroDOCSIS bis zu 200 Mbit/s im Downstream (Empfangsrichtung) und bis zu 108 Mbit/s im Upstream (Senderichtung erzielen). Bei Erweiterung der für das Internet-Angebot genutzten Anzahl von Kanälen lassen sich die Datenraten auch schon auf Basis des heutigen Standards erweitern. Mit acht Kanälen wäre etwa ein Downlink von bis zu 400 Mbit/s möglich.

Schon heute setzen jedoch auch die Kabelnetzbetreiber auf Glasfaser-Infrastruktur innerhalb ihres Netzes. Ähnlich wie bei VDSL dient dann FTTC (Fiber to the Curb) dazu, lokale Kopfstationen mit hoher Bandbreite ans Internet anzubinden. Das so bereitgestellte Coax-Glasfaser-Hybridnetz bietet beste Voraussetzungen für hochverfügbare Datenkommunikationsdienste in hoher Internetbandbreite.

Dabei profitieren die Kabelnetzanbieter von der hohen Flexibilität der auf Koaxialkabeln basierenden Anschlusstechnik. Da Koaxialkabel theoretisch Datenraten von bis zu 5 Gigabit/Sekunde unterstützen, müssen zu den Teilnehmern in der Regel keine neuen Leitungen gelegt werden. Um das Netz für höhere Bandbreiten zu ertüchtigen, genügt meistens ein Austausch der Verstärkerpunkte und Hausverteil-Verstärker.

Ausbauoptionen für Breitbandkabel: Node-Splits, Erschließung weiterer Haushalte und Glasfaser bis zum Kunden (FTTB)

Kabelbetreiber haben zudem die Möglichkeit, die Kapazität ihrer Netze durch sogenannte Node-Splits weiter zu verbessern. Stellt der Anbieter in einem Netzsegment („Node“) Kapazitätsengpässe fest, lässt sich dieses Segment weiter unterteilen. Die im gemeinsam genutzten Medium Breitbandkabel (man spricht von einem „Shared Medium“) verfügbare Datenrate verteilt sich dann auf weniger Teilnehmer. Dieses Verfahren erlaubt den Bandbreitbandausbau in den Kabelnetzen ohne aufwendige und kostspielige Tiefbauarbeiten. Zudem rückt der Glasfaser-Backbone durch solche Node-Splits schrittweise näher an die Kunden heran, bis irgendwann jeder Verstärkerpunkt im Kabelnetz per Glasfaser versorgt ist und das Netz somit vollständig „Fiber to the Curb“ bietet.

Der Netzausbau für Kabelnetzbetreiber geht dabei einher mit der Erschließung neuer Kunden für das auf Kabelanschlüssen basierende Breitband-Internet. Eine Kunden- und Netzanalyse von Unitymedia zeigt beispielsweise, dass es noch ein großes unerschlossenes Potenzial an Haushalten mit Bedarf an schnellem Internet gibt, das der Anbieter erschließen könnte – etwa mit Lagen nah an den Hauptverbindungslinien oder in Neubau- und Gewerbegebieten. Mit gezielten Ausbauprogrammen unterstützt der Anbieter diese Erschließung im Rahmen verschiedener Pilotprojekte – etwa durch finanzielle Unterstützung für die Modernisierung veralteter Hausverteil-Technik. In ausgewählten Städten fördert der Anbieter etwa den Anschluss von Mehrfamilienhäusern mit je 1500 Euro, wenn nur ein Interessent dort einen Internet-Zugang per Breitbandkabel bucht. Bei anderen Pilotprojekten werden beispielsweise Häuser in der zweiten oder dritten Reihe erschlossen – dabei wird das Breitbandkabel einfach vom Haus in der ersten Reihe weitergeführt.

Es gibt aber auch bereits Pilotprojekte, in deren Rahmen Kabelanbieter wie Unitymedia Glasfasern bis in die Häuser ihrer Kunden führen. Diese Anschlussvariante kommt zum Beispiel in einigen Neubaugebieten zum Einsatz. Derzeit basiert das entsprechende Angebot auf dem Übertragungsverfahren RFOG (Radio Frequency over Glas). Dabei wird das vom Koaxialkabel bekannte DOCSIS-Verfahren auch über den in den Kunden-Haushalt verlegten Lichtwellenleiter genutzt. Beim Kunden kommt ein normales Kabelmodem zum Einsatz, ein preiswerter Adapter sorgt für die Umsetzung der Lichtwellen-Signale auf Koax.

Dabei bietet die zum Kunden verlegte Glasfaser in so einem Szenario vielversprechende Zukunftsoptionen – die Übertragungstechnik lässt sich zu einem künftigen Zeitpunkt auf die Glasfaser-Standards GPON (Gigabit Passive Optical Network) oder EPON (Ethernet Passive Optical Network) umstellen, womit den Kunden Datenraten im Gigabit-Bereich angeboten werden können.

Der nächste Schritt: DOCSIS 3.1 (Gigasphere)

Dank DOCSIS 3.0 können Anbieter wie Unitymedia die steigende Breitbandnachfrage bereits über die heutigen Koaxialnetze erfüllen. Dennoch bieten Koaxialkabel oder Coax-Glasfaser-Hybridnetze noch viel Potenzial, um die Effizienz auch in Zukunft weiter zu steigern. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist bei den Kabelnetzbetreibern die nächste Generation des DOCSIS-Standards, die DOSCIS-Version 3.1.

Diese Spezifikation wurde im Oktober 2013 veröffentlicht. Sie ist noch einmal deutlich leistungsfähiger und robuster als die bisherige Version 3.0. Ihre technischen Verbesserungen bieten Kabelnetzbetreibern die Möglichkeit, die Datenraten in ihren Netzen deutlich zu steigern, ohne teure Änderungen an ihrer Infrastruktur vornehmen zu müssen.

DOCSIS 3.1 basiert auf Teilen der Spezifikationen für DVB-C2 mit der Mehrträgertechnik OFDM und sehr hohen Modulations-Konstellationen bis zu „16kQAM“ – also Quadraturamplitudenmodulation mit bis zu 16384 Symbolen beziehungsweise Signalpunkten. Auf diese Weise bietet der neue Standard auch wirtschaftliche Vorteile: Die leistungsfähigere Signalcodierung nutzt das im Breitbandkabel verfügbare Spektrum deutlich effizienter. Hinzu kommen weitere Verbesserungen wie eine stärkere Störfestigkeit und der leistungsfähigere Fehlerschutz „LDPC“ (Low Density Parity Check). Durch sogenannte Profile wird es überdies möglich, jedem Unterträger in einem OFDM-Kabelkanal eine individuelle Symbol-Konstellation zuzuordnen. So können Modem-Gruppen mit ähnlichen Träger-Rauschabständen mit jeweils der bestmöglichen Kanalkapazität versorgt werden, ohne dass Modems mit vergleichsweise schlechtem Empfang den Anbieter dazu zwingen würden, die Datenrate für alle angeschlossenen Teilnehmer gleichermaßen (und unnötig) zu reduzieren.

Derzeit kommt DOCSIS 3.1 noch in erster Linie im Rahmen von Labortests zum Einsatz – insbesondere bei Cable Labs, dem Non-Profit-Konsortium internationaler Kabelnetzbetreiber, das für die Verabschiedung und Weiterentwicklung dieses Standards verantwortlich ist. Erste Kabelmodems, die für die Unterstützung des neuen Standards vorbereitet sind, befinden sich schon im Markt – allerdings verfügen sie derzeit noch nicht über DOCSIS-3.1-kompatible Software. Der verbesserte Standard wird voraussichtlich im Lauf des Jahres 2017 durch entsprechende Firmware-Updates aktiviert werden.

Bei Ausnutzung eines Frequenzbereichs bis hinauf zu 1218 MHz erlaubt DOCSIS 3.1 Datenraten von bis zu 10 Gbit/s in Empfangsreicht (Downstream) und bis zu 1 Gbit/s in Senderichtung (Upstream). An sich legt der DOCSIS-Standard aber nicht fest, welche Frequenzen beziehungsweise Kanäle im Kabelnetz für Downstream und Upstream genutzt werden. In den deutschen und anderen europäischen Kabelnetzen wird üblicherweise der Frequenzbereich von 5 bis 65 MHz für den Upstream und von 450 bis 862 MHz für den Downstream genutzt. Wollte ein Netzbetreiber das genutzte Frequenzspektrums etwa auf die erwähnten 1218 MHz (1,2 GHz) erhöhen, würde dies einen sehr hohen Aufwand verursachen – denn dann müssten auch alle Verstärkerpunkte (erneut) ausgewechselt werden. Die deutsche Kabelnetztopologie wäre für eine Frequenzerweiterung somit weniger gut geeignet.

Dennoch wird DOCSIS 3.1 auch im Rahmen der jetzigen Frequenznutzung Datenraten von 2 Gbit/s im Shared Medium erreichen, was bis zu 1,2 Gbit/s pro Kunde entspräche. Im Upstream werden bis zu 100 Mbit/s möglich. Dazu werden wenige Kabelkanäle genügen – ihre genaue Anzahl hängt von den verwendeten Modulations-Konstellationen ab. Das von Unitymedia geplante Szenario sieht vor, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Kanäle hinzuzufügen, was dann Download-Datenraten bis zu 3 Gbit/s erlauben wird.

Labor- und anschließend Feldtests für DOCSIS 3.1 plant Unitymedia für 2016, einen Termin für eine netzweite Einführung hat das Unternehmen noch nicht verkündet.

Hohe Kabel-Bandbreite treibt auch freies WLAN

Aber auch noch andere Projekte sollen die Verfügbarkeit von breitbandigem Internet in den kommenden Jahren verbessern. Weil die Nutzer auch außerhalb der eigenen vier Wände immer höhere Ansprüche an Verfügbarkeit und Datenrate von Internet-Zugängen legen, engagiert sich Unitymedia auch durch die Bereitstellung von sogenannten „WiFiSpots“ – WLAN-Netzen an öffentlichen Orten. Der Startschuss für ein Pilotprojekt in Stuttgart fiel Anfang Juni 2015. An vier zentralen Plätzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt wird Besuchern ein freies WLAN-Angebot mit stabilen Verbindungen, Datenraten von bis zu 10 Mbit/s, unbegrenzter Nutzungsdauer und einem satten Highspeed-Datenvolumen von 100 MB pro Tag angeboten. Hat ein Nutzer dieses Tagesvolumen verbraucht, surft er mit 64 kbit/s weiter.

Das Besondere: Anders als bei anderen öffentlichen WLAN-Angeboten erfolgt der von Unitymedia realisierte Internetzugang verschlüsselt – die Daten der auf das Internet zugreifenden Person sind beim Zugang ins Internet verlässlich abgesichert. Kunden melden sich per SMS an, erhalten auf demselben Weg einen Zugangscode und können nach dessen Eingabe sofort lossurfen. „Der jederzeitige Zugang zum Internet ist für die meisten Menschen heute selbstverständlich. Deswegen machen wir es uns zum Ziel, in Zusammenarbeit mit den Städten immer mehr Menschen freies, zuverlässiges, schnelles und unbegrenztes WLAN zur Verfügung zu stellen“, sagt Heribert Clemens, der als Senior Vice President B2B bei Unitymedia den Bereich für Geschäftskunden leitet.

Das Angebot ist seit dem Start im Sommer 2015 schnell gewachsen und umfasst nun eine Vielzahl von Städten in den Versorgungsgebieten von Unitymedia, also den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Ergänzt werden die „WiFiSpots“ durch den sogenannten „PowerSpot“ – ein Angebot von Unitymedia, mit dem Geschäftskunden ihren Besuchern und Gästen einen WLAN-Service zur Verfügung stellen können. Durch den PowerSpot möchte Unitymedia die WLAN-Dichte in den Städten weiter erhöhen. Auch dieses Beispiel unterstreicht, wie die Coax-Glasfaser-Infrastruktur von Kabelnetzanbietern wie Unitymedia den Zugang zu schnellem Internet für möglichst viele Kunden verfügbar und attraktiv macht.

Über Unitymedia
Unitymedia mit Hauptsitz in Köln ist der führende Kabelnetzbetreiber in Deutschland und eine Tochter von Liberty Global. Das Unternehmen erreicht in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg 12,9 Millionen Haushalte mit seinen Breitbandkabeldiensten. Neben dem Angebot von Kabel-TV-Dienstleistungen ist Unitymedia ein führender Anbieter von integrierten Triple-Play-Diensten, die digitales Kabelfernsehen, Breitband-Internet und Telefonie kombinieren. Zum 31. März 2017 hatte Unitymedia 7,2 Mio. Kunden, die 6,4 Mio. TV-Abonnements und 3,4 Mio. Internet- sowie 3,1 Mio. Telefonie-Abos (RGUs) bezogen haben. Weitere Informationen zu Unitymedia unter www.unitymedia.de.

Über Liberty Global

Liberty Global ist mit seinen Tochtergesellschaften in über 30 Ländern in Europa, Lateinamerika und der Karibik das weltweit größte international agierende Unternehmen im Bereich TV und Breitband. Liberty Global investiert in Infrastruktur, die seine Kunden an der digitalen Revolution in vollem Umfang teilhaben lässt. Die Größe des Unternehmens und sein Engagement für Innovation versetzen es in die Lage, marktführende Produkte zu entwickeln, die über Netze der nächsten Generation verbreitet werden, die 25 Millionen Kunden miteinander verbinden und die von über 50 Millionen TV-, Breitband-Internet- und Fernsprechdienste in Anspruch genommen werden. Zudem versorgt Liberty Global 10 Millionen Mobilfunkteilnehmer und bietet sechs Millionen WiFi-Zugangspunkte an.

Liberty Globals Geschäfte sind in zwei Aktien gebündelt: Liberty Global Group (NASDAQ: LBTYA, LBTYB und LBTYK) für unsere Aktivitäten in Europa und LiLAC-Group (NASDAQ: LILA und LILAK, OTC Link: LILAB), die die Aktivitäten in Lateinamerika sowie der Karibik reflektiert.

Die Liberty Global Gruppe arbeitet in elf europäischen Ländern unter den Marken Virgin Media, Unitymedia, Telenet und UPC. Die LiLAC-Gruppe hält auch 50 Prozent an VodafoneZiggo, einem niederländischen Joint Venture, dass 4 Millionen Kunden, 10 Millionen Festnetz-Abonnenten und fünf Millionen Mobilfunk-Abonnenten hat. Die LiLAC Gruppe arbeitet in über 20 Ländern in Lateinamerika und in der Karibik unter den Marken VTR, Flow, Liberty, Mas Movil und BTC. Zusätzlich betreibt die LiLAC-Gruppe ein Unterwasser-Glasfasernetz in der gesamten Region in über 30 Märkten. Weitere Informationen unter www.libertyglobal.com.

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